Frieder Anders | Wir sitzen uns tot

Wir sitzen uns tot

Tag für Tag ereilen uns Hiobsbotschaften über Tod und Bedrohung. Neben Krieg, Terror und Umweltkatastrophen soll uns seit Ende der 1980-er Jahre sogar das Fernsehen bedrohen (Neil Postman: »Wir amüsieren uns zu Tode«). Kürzlich legte ein Bericht von Focus online (19.09.2016) noch reißerisch einen drauf: nicht nur das Fernsehen, sondern auch das Sitzen tötet: »Schädlicher als Rauchen: Eine Stunde Sitzen kostet uns 22 Minuten unseres Lebens«. Der Autor dieser Behauptung, Dr. James Levine, erforscht an der Arizona State University Lösungen gegen Übergewicht. Seine simple Schlussfolgerung: »Wir sitzen uns tot.« 

Frieder Anders | ertappt

Ertappt

Heute begebe ich mich auf ein Gebiet, das nicht meins ist: Ernährung. Natürlich ist es meins wie auch das Gebiet jedes Menschen – denn jeder ernährt sich ja irgendwie. Aber zwischen „etwas tun“ und „wissen, was man tut und warum“ besteht ein wesentlicher Unterschied.

Frieder Anders | Den Wandel üben.

Den Wandel üben

Was ist sicher in meinem Leben? Mein Job? Meine Gesundheit? Meine Beziehung? Meine Identität? Sicher ist doch eigentlich nur eins: mein Tod. Die Lebensreise zur „sicheren Landung“ verläuft heute, so scheint es, unruhiger als je zuvor. Die Unsicherheit, die ohnehin zu unserem Leben gehört, wird durch den gesellschaftlichen Wandel und die Allgegenwart des Terrorismus – zumindest gefühlt – verstärkt wie nie zuvor. Das hat mir heute eine Schlagzeile vor Augen geführt: „Die Weltunordnung macht Angst.“