Yang-Stil

Aus dem Chen-Stil, der ersten nachvollziehbaren Entwicklungslinie des Taijiquan, entwickelte Yang Luchan den Yang-Stil. Er gilt heute als Begründer des authentischen Taiji in der Yang-Familientradition.

Im Hause des Chen Changxing, Meister des Chen-Stils in 14. Generation, beobachtete Yang Luchan heimlich den Meister und seine Schüler. Er begann, ohne Wissen des Meisters Taiji zu üben. Hatte er zunächst vorgegeben, taubstumm zu sein, so verriet sich doch, als er bei einer vollendeten Stockübung in Begeisterung ausbrach. Meister Chen nahm ihn daraufhin, nach verschiedenen Prüfungen, als Schüler an.

Auf seiner Reise durch China forderte er 18 Meister heraus. Jeden Kampf gewann er – mit nie mehr als zwei Bewegungen. Jetzt hieß er »Yang, der nicht kämpft«. Mit der Devise »der Gebrauch von Taiji als Selbstverteidigung ist erst in zweiter Linie wichtig« (in erster Linie ist es »für mich«, nicht »gegen andere«) begann er als erster öffentlich in Peking zu unterrichten. Er wurde Lehrer der Kaiserfamilie und der Palastwache.

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