Im Zentrum der chinesischen meditativen Disziplinen stehen drei Energiequellen. Sie werden als die Drei Schätze bezeichnet: Jing, Qi und Shen. Ziel des Meditierens ist es, diese drei Energiequellen zu harmonisieren. Ich will versuchen, die Drei Schätze mit Begriffen zu umschreiben, die in unserem Kulturkreis verständlich sind, und wähle den Begriff der Sphäre.
Endlich Urlaub! Endlich aus dem Alltagsbetrieb rauskommen und abschalten, die Hektik ablösen durch das süße Nichtstun, mit Dolce far niente, dem Motto aus dem Land, wo man als nördlicher Nachbar immer schon seinen Urlaub verbringen wollte. Der Wunsch, alle Viere von sich zu strecken, ist groß, weil man sie, die Gliedmaßen, das ganze Jahr über auf Trab hält, um Schritt zu halten, um seinen Alltag optimal zu meistern.
Mit diesen simpel anmutenden Begriffen brachte mein Lehrer, Meister K.H.Chu, seine Maxime für Taiji auf den Punkt: „Happy Qi“. Taiji sollte so ausgeführt werden, dass man sich gut fühlt und die Innere Energie (Qi) spürt. So kann der oder die Praktizierende eine Kraft entwickeln, die einen anderen Menschen besiegen kann, ohne weh zu tun oder zu verletzen. Darin sind zwei Prinzipien enthalten, die unser Leben gleichermaßen bestimmen: Die (subjektive) Selbstwahrnehmung und die (objektive) Fähigkeit, etwas in der Welt zu bewirken. Aber: Wie kann ich feststellen, ob und in welchem Maß ich glücklich oder unglücklich bin? Wie messe ich meine Energie und wie unterscheide ich die Innere von „roher“ Kraft? Falls man das überhaupt muss...